Gelungene Betriebsrätekonferenz der alternativen Gewerkschaft Zentrum

Rund 60 Betriebs- und Personalräte trafen sich am 8. Oktober 2022 in der Nähe von Würzburg zur Betriebsrätekonferenz der Gewerkschaft Zentrum. Dort hatten sie Gelegenheit, sich über aktuelle Themen auszutauschen und gemeinsame Strategien zu entwickeln.

Nachdem die organisatorischen Punkte geklärt waren, übernahm der Vorsitzende Oliver Hilburger das Mikrofon, um die aus dem ganzen Bundesgebiet angereisten Betriebs- und Personalräte zu begrüßen. Er nutzte auch die Gelegenheit, eine neue Gewerkschaftsmitarbeiterin offiziell vorzustellen. Diese wird zukünftig u.a. die organisatorische Betreuung und die Mitgliederverwaltung übernehmen.

Es folgte eine persönliche Vorstellungsrunde, bei der sich alle Konferenz-Teilnehmer vorstellten. Das anschließende gemeinsame Mittagessen wurde ausgiebig genutzt, um Kontakte zu knüpfen und sich fachlich auszutauschen.

Nach der Mittagspause berichtete Petra Kolberg, Vorstandsvorsitzende von „Zentrum Gesundheit & Soziales“ und Betreiberin einer Seminarfirma für Interessenvertretungen, über ihre langjährige Zusammenarbeit mit einer DGB-Gewerkschaft, die sie aufgrund des katastrophalen Umgangs mit den eigenen Gewerkschaftsmitgliedern in der Corona-Zeit beendete.

Nicht weniger interessant war der nächste Tagesordnungspunkt, bei dem eine ehemalige Gewerkschaftssekretärin Einblicke in die Strukturen und den teilweise menschenverachtenden Umgang der Mitarbeiter untereinander gab. Auch ihrem anschließenden Kurzvortrag über die Zusammenarbeit von Betriebsräten und Gewerkschaften im Allgemeinen und der Beschreibung der verschiedenen Aufgaben von Betriebsräten folgten die Teilnehmer sehr interessiert. Natürlich beschäftigte die Anwesenden auch die Frage, was einen idealistisch gefestigten Funktionär zur Abkehr von seiner Gewerkschaft bewegt hat und wie man sich diesen Veränderungsprozess vorstellen muss.

Nachdem diese Frage geklärt war, wurde das Wort einem anwesenden Studienrat übergeben. Dieser erklärte in verständlichen Worten, welches die grundlegenden Unterschiede zwischen einem Betriebsrat und einem Personalrat sind und wie sich diese in der Praxis auswirken.

Weiter im Programm ging es mit der Vorstellung der Strategien und den Zukunftsvisionen unserer Gewerkschaft. Hier waren die Teilnehmer aufgerufen, sich aktiv einzubringen, ihre Meinungen zu äußern und über das Vorgestellte zu diskutieren. Weiter wurden durch die Teilnehmer Themen bestimmt, für deren weitere Bearbeitung Arbeitsgruppen gebildet wurden.

Der letzte offizielle Programmpunkt lautete „Minderheitenrechte im Betriebsrat“. Hier wurden die Rechte und Möglichkeiten des einzelnen Betriebsrats beleuchtet. Weiter wurde den Anwesenden aufgezeigt, wie sie sich z.B. gegen die Ausgrenzung oder die Zurückhaltung von Informationen wehren können und welchen Weg sie gehen müssen, um ihre Rechte durchzusetzen.

Die Möglichkeit, den Abend langsam ausklingen zu lassen und in gemütlicher Runde noch das ein oder andere Gespräch zu führen, wurde trotz des langen Tages noch von sehr vielen Konferenzeilnehmern genutzt.

Der Vorstandsvorsitzende von Zentrum, Oliver Hilburger zog am Ende der Veranstaltung eine positive Bilanz:

Heute fand für unsere Gewerkschaft eine wichtige Konferenz statt. Betriebs- und Personalräte aus ganz Deutschland haben sich zusammengefunden, um sich zu vernetzen und gemeinsame Strategien zu entwickeln. Um sich der Wirkmacht der anwesenden Arbeitnehmer bewusst zu werden: Die anwesenden Betriebs- und Personalräte haben direkten Zugang zu mehreren 100.000 Arbeitnehmern in ihren jeweiligen Betrieben, Einrichtungen, Kliniken oder Behörden. Darüber hinaus wirken wir als Gewerkschaft in die gesamte Gesellschaft hinein und unterstützen auch Mitglieder in Betrieben, die noch keinen oder keinen Zentrum Betriebsrat haben. Schon gleich zu Beginn unserer Konferenz sprang der Funke der Begeisterung auf alle Teilnehmer über und endete in der gemeinsamen Erkenntnis: Wir werden gebraucht. Wenn nicht wir, wer sonst soll die Arbeitnehmer befreien aus den Klauen der Korruption hin zu einer selbstbewussten Politik für und von Arbeitnehmern.“

 

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